Podcast: «…dann geht es schnell um Leben und Tod»

    Michael Glas, Leitender Arzt Intensivmedizin Spital Emmental, mit Mikrofon bei Podcast-Aufnahme.

    Auf der Intensivstation des Spitals Emmental werden jährlich bis zu 600 Patientinnen und Patienten behandelt – Menschen, deren Zustand instabil ist und die auf Organersatzverfahren angewiesen sind. Michael Glas, Leitender Arzt, erzählt im Podcast über seinen Arbeitsalltag zwischen Leben und Tod.

    Text: Luk von Bergen • Geprüft von: Dr. med. Michael Glas, Leitender Arzt Intensivmedizin


    «Wir kümmern uns um die kränksten der kranken Patientinnen und Patienten», sagt Michael Glas. Akutes Lungenversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Infektionen oder Traumata: «Am häufigsten behandeln wir Patienten mit einer sogenannten Sepsis.» Das ist eine Organfehlfunktion oder ein Organversagen aufgrund einer Infektion. In einem ersten Schritt geht es auf der Intensivstation stets darum, die Patientin, den Patienten zu stabilisieren. Dies geschieht oft mittels Antibiotika. «Es kann aber auch sein, dass es zu einem septischen Schock mit einem Multiorganversagen kommt», sagt der Intensivmediziner «Da geht es schnell um Leben und Tod.» Aber genau für solche Fälle ist die Intensivstation gewappnet.
     

    Viele lebenserhaltende Geräte

    Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Spitalzimmer ist ein Intensivzimmer mit allerlei zusätzlichen Geräten ausgestattet. «Die meisten davon dienen der Überwachung des Patienten und dessen Vitalparameter wie Herzfrequenz, Blutdruck oder Sauerstoffgehalt im Blut.» Auffallend sind auch die Spritzenpumpen neben dem Bett zur medikamentösen Behandlung oder das Sauerstoffgerät zur künstlichen Beatmung. Das interdisziplinäre Team der Burgdorfer Intensivstation besteht aus Ärztinnen, Ärzten und teilweise speziell ausgebildeten Pflegefachpersonen, die sich im Schichtbetrieb um die Patientinnen und Patienten kümmern. Klingt nach einem hektischen Arbeitsalltag: «Nicht immer», sagt Michael Glas. «Aber es gibt schon Phasen, wo es aus allen Zimmern piepst und Alarme ausgelöst werden – das ist kaum planbar.»

    Was Michael Glas an seiner Aufgabe fasziniert und inwiefern Patientenverfügungen die Arbeit auf der Intensivstation erleichtern, hören Sie im Podcast. 

     

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    Die Intensivstation am Spital Emmental

    Ob mit einer schweren Krankheit, nach einem Unfall oder einer Operation: Ziel der Intensivstation am Spital Burgdorf ist es, die lebenswichtigen Organfunktionen von Patientinnen und Patienten sicherzustellen und damit deren Zustand zu stabilisieren. Seit 2019 ist die Intensivstation zudem als angehörigenfreundliche Intensivstation zertifiziert. Dieses Zertifikat hat sie als erste Intensivstation der Schweiz erhalten. 

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