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07. Juni 2026

Dienstjubiläum: 25 Jahre Markus Riederer

Ein Vierteljahrhundert Fachwissen, Aufbauarbeit und Engagement für die Pneumologie: Seit 25 Jahren prägt Markus Riederer das Spital Emmental. Was ihn an seinem Fachgebiet bis heute fasziniert, wie aus kleinen Anfängen ein eingespieltes Team wurde und weshalb er noch immer mit Freude zur Arbeit kommt, erzählt er im Gespräch.

Text: Teresa Schmidt • Geprüft von: Dr. med. Markus Riederer, Leitender Arzt Allgemeine Innere Medizin, Pneumofit, Pneumologie

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Schon früh war für Markus Riederer klar, wohin sein beruflicher Weg führen sollte. Bereits in der Primarschule wusste er, dass er Medizin studieren wollte. Nach dem Gymnasium, der Matura und dem anschliessenden Studium standen ihm viele Wege offen – denn eigentlich interessierten ihn sämtliche Fachrichtungen. Auch die Tropenmedizin faszinierte ihn – die Vorstellung, medizinisch in Entwicklungsregionen tätig zu sein, beschäftigte ihn schon früh.

Vom Studium in verschiedene Fachbereiche

Seine erste berufliche Station führte Markus Riederer nach Ilanz, wo er zwei Jahre in der Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie/Geburtshilfe arbeitete. Danach wechselte er nach St. Gallen in die Innere Medizin und entdeckte zunehmend seine Begeisterung für die Pneumologie. «Ich bin zwar eher zufällig in das Fachgebiet hineingerutscht – aber es hat sofort gepasst», sagt Markus Riederer rückblickend. Ein weiteres Jahr in diesem Spezialgebiet bestärkte ihn darin, diesen Weg weiterzugehen. Sein Berufsweg führte ihn schliesslich nach Bern ans Inselspital, wo er seine Weiterbildung in der Inneren Medizin abschloss und tiefer in die Pneumologie eintauchte.

Der Aufbau der Pneumologie im Emmental

Eigentlich plante Markus Riederer, in die Ostschweiz zurückzukehren: «Meine Frau kommt aus dieser Region, aber ich fand dort keine passende Stelle.» Im Spital Emmental wurde jedoch ein Pneumologe gesucht und so beginnt Markus Riederer 2001 in Burgdorf. «Der Start war etwas happig – mir standen nur ein Spirometer und ein halbes Sprechzimmer zur Verfügung. Aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen», erinnert er sich schmunzelnd. Zu Beginn war er gleichzeitig noch als Oberarzt auf der Medizin tätig, betreute die Stationen, leistete Wochenenddienste und baute parallel die pneumologische Sprechstunde auf. Viele Jahre führte er die Pneumologie praktisch allein – für das Einzugsgebiet Burgdorf als auch Langnau. Schon rasch entwickelte sich das Fachgebiet kontinuierlich weiter und die Betreuung einer medizinischen Bettenstation war zeitlich nicht mehr möglich. 2017 kam ein weiterer Pneumologe ins Spital Emmental; dank dieser personellen Verstärkung folgten weitere Entwicklungsschritte, neue Räumlichkeiten und modernere Strukturen.

Von Papierakten zur modernen Medizin

Markus Riederer erlebte in 25 Jahren zahlreiche Veränderungen. Die Digitalisierung hielt früh Einzug, insbesondere in der Pneumologie, die ab 2009 mit der elektronischen Krankengeschichte arbeitete, bevor diese im restlichen Spital eingeführt wurde. Aber auch medizinisch habe sich enorm viel getan: «Heute gibt es viel mehr digitale Möglichkeiten, neue Medikamente und moderne Diagnostik. Das Fach ist über all die Jahre immer enorm spannend geblieben», sagt der Pneumologe. Besonders schätzt er den Mix aus Technik und direkter Arbeit mit Menschen. Viele Geräte, präzise Untersuchungen und gleichzeitig persönliche Gespräche mit Patientinnen und Patienten – ergänzt durch Themen wie Schlafmedizin – das ist es, was ihn an der Arbeit immer wieder begeistert.

Ein Fach für alle Generationen

Die Pneumologie sei vielseitiger denn je, erklärt Markus Riederer. Vom Kind im Schulalter bis zu hochbetagten Menschen begleitet das Fachgebiet heute alle Altersgruppen. «Das ist wohl auch der Grund, warum ich immer wieder die Pneumologie für mich wählen würde. Sie ist immer sehr interessant und abwechslungsreich geblieben.»

Mit dem Velo zur Arbeit

Privat lebt Markus Riederer mit seiner Frau in der Region, hat zwei erwachsene Söhne und fährt praktisch immer mit dem Velo zur Arbeit: «Diese Fahrten helfen mir enorm, Abstand zwischen Beruf und Privatleben zu schaffen», sagt der Pneumologe. Auch sonst bewegt er sich gerne in der Natur: auf dem Wasser beim Segeln, in den Bergen beim Biken, Wandern, Skifahren oder Langlaufen und auf den Skikes (eine Art Rollski). Daneben engagiert er sich seit Jahren als Co-Präsident in der Lungenliga. Reisen im In- und Ausland – meist auf dem Velo oder Mountainbike – gehören ebenso zu seinen Leidenschaften wie Sprachen und gute Krimis. «Ich verbringe meine Freizeit sehr gern aktiv und freue mich, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann», sagt der Pneumologe über sein Privatleben.

Blick in die Zukunft

Heute ist aus dem kleinen pneumologischen Angebot von damals ein stabiles, wachsendes Team geworden. Weitere Ärztinnen und Ärzte sind zum Team hinzugekommen und werden dieses auch in Zukunft vergrössern. «Dass es weitergeht, wenn ich pensioniert werde, empfinde ich als sehr schön und ein Stück Wertschätzung für die Arbeit der letzten 25 Jahre. Ich sehe, dass das Fachgebiet auch in Zukunft gut aufgestellt sein wird», fasst Markus Riederer zusammen. Das Spital Emmental dankt Markus Riederer herzlich für seinen langjährigen Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten.


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