Brustzentrum Emmental-Oberaargau – gebündelte Kompetenz für Patientinnen
Das Brustzentrum Emmental-Oberaargau bündelt die Expertise zweier Spitäler, um Patientinnen wohnortnah eine interdisziplinäre Betreuung nach modernsten Standards zu bieten. Vom ersten Verdacht über die Diagnose bis zur individuell abgestimmten Therapie – hier stehen kurze Wege, fachübergreifende Zusammenarbeit und umfassende Unterstützung im Zentrum.
Text: Luk von Bergen • Geprüft: Dr. med. Thomas Eggimann, Stv. Chefarzt Frauenklinik Spital Emmental
Expertise aus zwei Spitälern gebündelt
Das Brustzentrum Emmental-Oberaargau an den Standorten Burgdorf und Langenthal vereint das Know-how beider Spitäler, um Brustkrebspatientinnen eine interdisziplinäre Betreuung nach modernsten medizinischen Standards zu bieten. Ziel ist es, die Diagnose schnell zu stellen, individuelle Therapiepläne zu entwickeln und Patientinnen engmaschig zu begleiten – wohnortnah und fachübergreifend. «Mit dem Zusammenschluss der beiden Standorte können wir die jahrelangen Erfahrungen unserer Spezialistinnen und Spezialisten bündeln und so die bestmögliche Behandlungsqualität gewährleisten», erklärt Daniele Bolla, Chefarzt der Frauenklinik Spital Region Oberaargau. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt im Tumor-Board, in dem Fachpersonen aus Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und plastischer Chirurgie gemeinsam die optimale Therapie für jede Patientin festlegen.
Schnelle und wohnortnahe Diagnostik
Bei Verdacht auf Brustkrebs erhalten die Frauen eine schnelle und umfassende Abklärung am wohnortnahen Standort. Mammografie, Ultraschall und Biopsie können oft am gleichen Tag durchgeführt werden, und nach wenigen Tagen liegen die Ergebnisse vor. Danach wird im Tumor-Board entschieden, welche Therapie individuell am besten geeignet ist. «Der Vorteil des interdisziplinären Tumor-Boards ist, dass stets die aktuellen Erkenntnisse aller Fachbereiche in die Diskussion einfliessen», ergänzt Thomas Eggimann, stellvertretender Chefarzt der Frauenklinik am Spital Emmental.
Moderne Therapieoptionen und bessere Heilungschancen
Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich im Vergleich zu früher stark erweitert. Neben chirurgischen Eingriffen stehen heute auch Chemotherapie, Hormontherapie, Immuntherapie und Strahlentherapie zur Verfügung. Patientinnen haben dadurch deutlich bessere Heilungschancen, auch wenn die Therapien nach wie vor Belastungen wie Haarausfall, Übelkeit oder Erschöpfung mit sich bringen. Wichtig ist die umfassende Betreuung durch Ärzte, Pflegepersonal und Psychoonkolog:innen, um Patientinnen und ihre Familien zu unterstützen.
«Wir raten zu der Therapie, die nach heutigem medizinischem Wissen am sinnvollsten ist, aber die Entscheidung liegt immer bei der Patientin.»
Thomas Eggimann, Stv. Chefarzt Frauenklinik Spital Emmental
Früherkennung als Schlüssel
Früherkennung bleibt ein entscheidender Faktor: Frauen zwischen 50 und 74 Jahren können im Kanton Bern alle zwei Jahre eine Mammografie durchführen lassen. Männer erkranken zwar seltener, ihre Erkrankungen werden jedoch oft erst in späteren Stadien erkannt, was die Überlebenschancen verringert.
Betreuung auf allen Ebenen
«Brustkrebs ist eine häufige Erkrankung, und unser Ziel ist es, Patientinnen wohnortnah optimal zu behandeln und zu begleiten», betont Thomas Eggimann. Mit dem neuen Brustzentrum profitieren Patientinnen von kurzen Wegen, modernster Diagnostik und einem interdisziplinären Team, das sie auf jedem Schritt ihrer Behandlung unterstützt.
Brustzentrum Emmental-Oberaargau: Ein Brustzentrum – zwei Standorte
Das Brustzentrum Emmental-Oberaargau bündelt die medizinischen Kompetenzen verschiedener Spezialisten und ermöglicht den Patientinnen und Patienten eine optimale Abklärung, Behandlung und Nachsorge bei Brustkrebs wie auch bei gutartigen Erkrankungen wie Schmerzen, Formveränderungen oder gutartigen Tumoren.
Um den Patientinnen und Patienten wohnortsnah an beiden Standorten eine umfassende, individuelle und qualitativ hochwertige Behandlung zu ermöglichen, arbeiten wir als Team mit anderen Spezialistinnen und Spezialisten zusammen. Zum Brustzentrum gehören Fachpersonen der Gynäkologie (Brustchirurgie), Radiologie, Onkologie, Psychoonkologie und Pflegeexpertinnen.