Header Service
Claim
Modern. Menschlich. Mittendrin.
30. Dezember 2025
Dienstjubiläum

Dienstjubiläum: 15 Jahre Melissa Tom

Vom Baselbiet nach Burgdorf – und das direkt nach der Ausbildung: Was den beruflichen Alltag von Hebamme Melissa Tom ausmacht und warum ihr Beruf sie bis heute begeistert, erzählt sie im Gespräch.

Text: Teresa Schmidt

Melissa_Tom-Blog_Icon.JPG

Als Melissa Tom 2007 ihre Ausbildung an der höheren Fachschule zur Hebamme abgeschlossen hatte, standen ihr alle Regionen der Schweiz offen. Die Baselbieterin erhielt bereits zwei Tage nach der versandten Bewerbung einen Anruf aus Burgdorf für ein Gespräch. Zwei Wochen später begann Melissa Tom im Spital Emmental.

Schon früh war klar: Berufswunsch Hebamme

Der Berufswunsch «Hebamme» kam nicht plötzlich. Melissa Tom wuchs mit drei Schwestern auf. Als ihre jüngste Schwester zur Welt kam, war sie bereits zehn Jahre alt – und wusste im Spital sofort: «Hier will ich einmal arbeiten.» Später wurde daraus der konkrete Wunsch, Hebamme zu werden. Von ihrem Start in Burgdorf ist Melissa Tom ein Kommentar des Teams in Erinnerung geblieben: «Was will eine junge Frau aus dem Baselbiet im Emmental? Wir müssen ihr einen Bauern suchen», erinnert sich Melissa Tom schmunzelnd. Einen Bauern hat das Team nicht für sie gesucht, dem Spital Emmental treu geblieben ist Melissa trotzdem. Und das aus Überzeugung: «Unsere Abteilung ist sehr familiär. Geburtshilfe, Wochenbett und Gynäkologie unter einem Dach – das gibt es fast nirgends mehr», sagte die Hebamme. Melissa Tom lebt weiterhin im Baselbiet und pendelt ins Emmental. Erst vor fünf Jahren machte sie die Autoprüfung und meint: «Bisher ging’s auch ohne. Nach der Geburt meiner Tochter und mit einem Teilzeitpensum ist es jedoch zeitlich einfacher, wenn ich mit dem Auto flexibel bin. Ich versuche zudem meistens, Spätdienste abzudecken, damit ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann.»

Nähe, Ruhe und echte Begleitung

In der Geburtshilfe liegen Freude und schwierige Momente nah beieinander. Melissa Tom beschreibt ihren Alltag so: «Wir sind als Hebammen sehr nah an Leben und Tod. Menschen in diesen sehr emotionalen Momenten zu begleiten und auch die intensive Nähe auszuhalten, das macht den Beruf aus.» Den Nachtdienst mag sie besonders: weniger Lärm, weniger Unterbrechungen, mehr Fokus. «Das, was wir tagsüber vermitteln – Ruhe, Entspannung, Sicherheit –, lässt sich in der Nacht oft besser leben.»

Selbst Muttersein hat Sichtweisen verändert

Seitdem Melissa Tom selbst Mutter ist, hat sich ihr Blick auf ihren Beruf und die Frauen, die zu ihr kommen, verändert. «Ich denke, dass sich unser Beruf in den letzten 15 Jahren nicht zwingend verändert hat. Aber für mich ist das Motto ‹Mothering the mother› zentral geworden: Es geht als Hebamme nicht nur darum, das Baby zu versorgen, sondern auch immer mehr darum, die Mutter in ihrer neuen Rolle stärken», so die Hebamme weiter. Melissa Tom ist seit 15 Jahren Teil des Teams – und nach wie vor gern unterwegs zwischen Baselbiet und Emmental. Sie schätzt die Mischung aus Fachlichkeit, Teamgeist und Nähe zu den Familien. Und sie bringt diese Mischung jeden Tag mit in ihre Arbeit.

Das Spital Emmental dankt Melissa Tom herzlich für ihren Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten.


Das könnte Sie auch interessieren

Publikumsvortrag_Blog.jpg
Bild Legende

Publikumsvorträge

Spitalgebaeude_Burgdorf_Blog.jpg

Mehr aus dem Spital Emmental

Blog.jpg
Bild Legende

Zu allen Blogbeiträgen