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31. August 2025
Wissen
Dienstjubiläum

Dienstjubiläum: 15 Jahre Christoph Thurian

Christoph Thurian blickt auf eine vielseitige Berufslaufbahn zurück – vom KV-Absolventen mit Schreibmaschine bis zum erfahrenen Sozialarbeiter in der Tagesklinik der Psychiatrie Spital Emmental. Wie er mit Empathie, Fachwissen und einem starken Netzwerk Patientinnen und Patienten unterstützt, erzählt er im Blogbeitrag. 

Text: Teresa Schmidt

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Christoph Thurian geniesst sein letztes aktives Berufsjahr und erinnert sich an seine Anfänge im Berufsleben: «Ich habe ganz klassisch eine KV-Ausbildung gemacht, aber noch mit Schreibmaschine, ohne die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit. Die Arbeit im kaufmännischen Bereich hat mir zwar Freude bereitet, aber mir war recht schnell klar, dass ich beruflich etwas machen möchte, bei dem ich aktiver mit Menschen zu tun habe.»

Für diese berufliche Veränderung zog Christoph Thurian vom Kanton Bern in den Kanton Solothurn, studierte Sozialarbeit und absolvierte mehrere Praktika, die ihm einen vertieften Blick in den Beruf inkl. Sozialpädagogik ermöglichten. Im Anschluss an das Studium war er in verschiedenen Stellen in der Sozialarbeit engagiert, unter anderen in einer Tagessonderschule und in Sozialdiensten. «Ich bin heute zwar kein Psychologe oder Therapeut, habe aber eine therapeutische Weiterbildung für die Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familie gemacht. Beruflich wollte ich sehr gerne in einem Bereich arbeiten, wo es um psychische Gesundheit geht. So fand ich dann die Arbeitsstelle in der Tagesklinik der Psychiatrie Spital Emmental», erinnert sich Christoph Thurian.

Neues Betreuungskonzept für die Tagesklinik

Christoph Thurian stellte sich in der Tagesklinik vor, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in Oberburg befand und ein anderes Betreuungskonzept als heute verfolgte. «Die Betreuung zu diesem Zeitpunkt war darauf ausgelegt, dass Betroffene bis zu 180 Tage für die Behandlung bleiben konnten. Heute dauern diese Zyklen 6 Wochen, es kommt zu einer schnelleren Rotation der Patientinnen und Patienten. Das fördert eine raschere Rückkehr ins normale Leben für die Betroffenen. Das neue Betreuungskonzept wurde mit dem Umzug der Tagesklinik nach Burgdorf umgesetzt», sagt Christoph Thurian weiter.
Zum Arbeitsalltag des Sozialarbeiters gehört die Beratung und Unterstützung in der ganzen Breite der Sozialarbeit: «Besonders freut es mich, wenn ich eine komplexe finanzielle oder rechtliche Situation klären und die benötigten Kontakte herstellen kann, sodass sich eine deutliche Verbesserung für die Patientinnen und Patienten einstellt. Die Entlastung, die sich durch die sozialarbeiterischen Interventionen ergibt, kann wesentlich zur Stabilisierung der gesundheitlichen Situation beitragen.» Die Frage, wie es für die Patientinnen und Patienten nach der Tagesklinik weiter geht, stellt sich bereits anfangs der Behandlung. Vernetzungsgespräche mit Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern, Sozialversicherungen, aber auch mit Angehörigen werden regelmässig geplant und durchgeführt.

Veränderungen und Gleichbleibendes

Auf die Veränderungen angesprochen, sagt der Sozialarbeiter, dass vor allem der administrative Aufwand stark zugenommen hat und es heute beispielsweise auch mehr Gespräche und Klärungen mit Versicherungen und Behörden braucht, um die Situation zu klären. «Gleichzeitig bin ich auch mit mehr Menschen und deren Diagnosen und Schicksalen konfrontiert, was herausfordernd und spannend zugleich ist», so Christoph Thurian weiter.
Was gleichgeblieben ist, sind der Zusammenhalt im Team, der gemeinsame Austausch und die ressourcenorientierte und wertschätzende Behandlung der Betroffenen. Christoph Thurian meint dazu: «Der interprofessionelle Austausch innerhalb des Teams hat sich als ein wichtiger Faktor für eine umfassende Sicht in der Behandlung bewährt.»

Der Sozialarbeiter als Privatperson

Christoph Thurian ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und ist gern in der Natur aktiv, beispielsweise als Wanderer oder Mountainbiker. Lesen und die Fotografie zählen ebenso zu seinen Hobbies. Er wohnt noch immer im Kanton Solothurn und fährt mit dem E-Bike ins Spital: «Das hilft beim Abschalten sowie beim Schaffen von räumlicher und mentaler Distanz.»

Das Spital Emmental dankt Christoph Thurian herzlich für seinen Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten.


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