Dienstjubiläum: 20 Jahre Andrea Haldi
Dass der Operationssaal Andrea Haldis Arbeitsplatz sein würde, wusste die technische Operationsassistentin schon zu Schulzeiten. Welche Eingriffe ihr besonders Freude bereiten und was ihr am Spital Emmental gefällt, erzählt sie im Gespräch.
Text: Teresa Schmidt
Andrea Haldis Berufswunsch war bereits in der siebten Klasse klar: TOA – technische Operationsassistentin. Diesem Wunsch ist die Schülerin nachgegangen, und sie hat ihre Ausbildung im Salem Spital Bern und im SRO Langenthal absolviert, wo sie dann auch noch eine kurze Zeit angestellt war. «Mir war immer klar, dass der Beruf der Krankenschwester nichts für mich ist – dort hätte mir die tägliche Abwechslung gefehlt. Mit dem Diplom in der Tasche nach Burgdorf zu wechseln kam eher spontan, durch eine Kollegin, die hier arbeite und mir sagte, dass eine Stelle ausgeschrieben sei», erzählt Andrea Haldi im Gespräch.
Nach Burgdorf in den OP
Im OP-Team in Burgdorf hat sich die Operationsassistentin sofort wohlgefühlt. Das Team war nicht riesig, das Spital bot aber von Anfang an alle Fachgebiete im OP an, sodass Andrea Haldi sich viel Wissen aneignen konnte. Nach zwei Jahren wollte sie gern etwas Neues oder etwas mehr und konnte sich diesen Wunsch mit der Übernahme der stellvertretenden Leitung des OPs erfüllen. Andrea Haldi erinnert sich: «Das war eine neue berufliche Herausforderung, die mir Freude bereitet hat. Ich habe die stellvertretende Leitung nach etwa fünf Jahren wieder abgegeben, weil ich Mutter wurde und mir aber klar war, dass ich unbedingt in Burgdorf bleiben möchte. Das Team war grossartig und daher war ich sehr glücklich, als ich mit einem reduzierten Pensum weiterarbeiten konnte.»
Der OP verändert sich
Im OP selbst ist es zu vielen Veränderungen gekommen – so sind die Räumlichkeiten viel moderner geworden, aber es braucht heute beispielsweise auch erheblich mehr Operationsmaterial. Und nicht zuletzt haben sich auch die Operationen als solche verändert: «Viele Eingriffe werden laparoskopisch operiert, um die Patientinnen und Patienten weniger zu belasten. Das ist aus menschlicher Sicht etwas sehr Schönes, diese Fachgebiete sind aber aus beruflicher Sicht damit etwas ruhiger geworden, weil ich weniger instrumentieren muss. Gleichzeitig haben wir in anderen Fachgebieten aber auch komplexere Themen hinzubekommen, sodass sich nie Langeweile einstellen kann. Die komplexeren Eingriffe sind diejenigen, die mir am meisten Freude bereiten.»
Alltag im OP gibt es nicht
Einen Alltag im OP gibt es für die Operationsassistentin nicht. Das Team, das zum grössten Teil noch immer gleich zusammengesetzt ist, hat zwar einen Tagesplan und damit eine Orientierung über die Dauer der Operationen. Aber es kommt jeden Tag auch Spontanes hinzu, was Flexibilität erfordert. «Ich empfinde meinen Beruf noch immer als besten Beruf der Welt. Natürlich gibt es kräftezehrende Tage, wenn eine Operation beispielsweise viel länger als geplant geht. Aber ich mag die Abwechslung, die unterschiedlichen Fachgebiete und die Zusammenarbeit im interprofessionellen Team. In so einem tollen Team zu arbeiten macht jeden Arbeitstag zu einem guten Tag», sagt Andrea Haldi.
Familie und Eigenheim als Ausgleich
Einen Ausgleich zu den Schichten im OP findet Andrea Haldi bei ihrer Familie, mit der sie gern Zeit verbringt. Rund ums Eigenheim gibt es zudem auch immer etwas zu tun, woraus die technische Operationsassistentin wieder Energie ziehen kann.
Das Spital Emmental dankt Andrea Haldi herzlich für ihren Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten.